Baby-Yoga: Mütter auf der Matte

Beim Baby-Yoga werden die Säuglinge in die Übungen der Mütter integriert. So können auch Mütter kurz nach der Geburt schon wieder auf die Matte. Ein Trainingsbesuch.

Mütter auf der Matte

Alle machen es, alle reden davon: Eine Anmeldung zum Baby-Yogakurs scheint fast so verpflichtend wie das Stillen. Doch schafft ein Säugling den Sonnengruß?

Es gluckst, blubbert und brabbelt auf der pinkfarbenen Spielwiese. Die Säuglinge liegen auf dem Bauch und beobachten die Mütter bei ihren Yoga-Übungen, den Asanas, vom herabschauenden Hund bis zur Kobra. Der Nachwuchs ist noch vom Training befreit. „Nach der indischen Philosophie durchlaufen Babys im Bauch schon alle Asanas, sind also die besten Yogis“, sagt Trainerin Christiane Steiger. Ganz selbstverständlich liegen die Säuglinge im „Ananda Balasana“ – der Glückliches-Kind-Haltung.

Baby-Yoga wird immer beliebter, müsste aber eigentlich Mama-Yoga heißen: Binia Ehrenhardt und Nicole Utpott haben sich beim Schwangeren-Yoga kennengelernt und sind mittlerweile Schwestern im Schweiße. Sie wollten der „Misere, dass man ohne Kind nichts mehr machen kann“ entfliehen und meldeten sich deshalb mit ihren fünf und sechs Monate alten Söhnen Janosch und Joscha für den Kurs an, in dem sie jetzt tapfer zwischen Sonnengruß und Singen auch noch ihre Säuglinge stillen. Wird gequengelt, besänftigt Christiane Steiger die Kinder mit bunten Tüchern, Rasseln oder einem Lied.

Ihr Kurs dient der Vorbeugung gegen ­Überlastungserscheinungen, denn ob auf dem Arm oder im Bauch, das Gewicht eines Babys kann Rücken- und Knieschäden ­verursachen, wenn man nicht rechtzeitig die entsprechenden Muskeln trainiert. ­Deshalb muss in den ersten ­Lebens­­monaten des Kleinkindes und auch davor vor allem die Mutter auf die Matte.

Für die Babys bleibt es vorerst bei Massagen mit Beweglichkeitsübungen wie dem Kreisen der Arme und Beine, was Blähungen verhindern kann. Oder einer passiven Teilnahme, indem das Kind als lebende Hantel in die Übungen eingebunden wird und gleichzeitig nah bei der Mutter ist.

Erst ab einem Alter von sechs Jahren sollten Kinder sich tatsächlich in den Asanas versuchen. Yoga kann ein wirksames Training gegen Haltungsschäden sein. Deshalb werden Baby- und auch Kinderyogakurse von den Krankenkassen mit rund 80 Euro als Präventionskurs bezuschusst. Kindgerecht verpackt werden in den Kursen die tierischen Verrenkungen zur erlebten Reise durch die exotische Fauna.

Binia Ehrenhardt und Nicole Utpott haben ihr Training absolviert und konnten für eine Stunde abschalten vom Mutteralltag. Zum entspannenden Abschluss geht es in die Stellung des Kindes.

zum Beispiel: MamaBabyYoga, Mi 10.30-11.45 Uhr, Kursraum des Fitness Clubs im Karstadt­gebäude, Hermannplatz 10, Neukölln, Tel. 0178-448 64 57, 9 Euro p.Std.

weitere Baby-Yoga-Kurse unter www.zitty.de/babyyoga

Scan 8

„Entspann Dich!“-Heft (2/2013) der zitty Berlin

Text auf zitty.de

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