So könnten Nachrichten auf der Google Glass aussehen

Mit der Google Glass kommt eine neue Medienform auf die Nasen der Nutzer. Werden sie darin auch Nachrichten konsumieren?

Google Glass: Nachrichten auf dem Nasenfahrrad

Wie Google Glass das Zeitunglesen zur Nebensache macht. Die erste vorgestellte News-App zeigt am Beispiel der New York Times, wie Mediennutzung in der Zukunft aussehen kann. Was bedeutet das für Publisher?

Google Glass: Nachrichten auf dem Nasenfahrrad

Brillenträger sehen mehr, zumindest mit Google Glass. Per App bald vielleicht sogar Zeitungsinhalte. Glass-Erfinder und Nerdpapst Timothy Jordan stellte kürzlich die ersten Anwendungen für das Googles Augmented-Reality-Gadget vor. Als erste Nachrichten-Plattform wurde die New York Times brillenfähig gemacht.

Wie die Zeitungs-App dort aussehen soll, zeigen vorerst nur wacklige Videos. Das Unternehmen geht nur sparsam mit Informationen rund um das Project Glass um. Pascal Herbert, Mitbetreiber des Google-Watchblog, ahnt den Grund: „Wahrscheinlich, um Wettbewerbern nicht zu viele Infos zu geben und die Nutzer bei Laune zu halten“. Der nebenbei entstandene Hype ist wohl nicht unerwünscht.

Zur NYT-App ist bislang bekannt, dass die Zeitungsartikel mit Bild-Kacheln präsentiert werden. Dort ist Platz für die Überschrift, eine Kurz-Zusammenfassung, den Namen des Autors und den Zeitpunkt der Veröffentlichung. Auf Zuruf lässt sich das Angebot gezielt nach bestimmten Themen durchsuchen. Das Breaking-News-Feature bringt wichtige Neuigkeiten über eine Push-Funktion sofort bei Veröffentlichung ins Sichtfeld. Insgesamt wird die digitale Zeitung stündlich aktualisiert. Außerdem ist es möglich, sich alle Nachrichten vorlesen zu lassen.Pascal Herbert glaubt, die Anwendung müsse dabei ähnlich wie Android-Apps programmiert werden. Das heißt, die Texte werden nicht automatisch aus dem Online-Angebot übernommen, sondern müssten ausgewählt und in eine entsprechende Form gebracht werden.

Herbert glaubt daran, dass Glass sich durchsetzen wird, denn „es kann sich stark in den Alltag integrieren“. Über die Brille vermittelte Informationen nehme man irgendwann nur noch unterbewusst wahr, das Gerät würde dann intuitiv ausgeblendet werden. Aber lange Texte, die möchte er doch lieber auf seinem Smartphone oder Desktop-Computer lesen. Google Glass solle höchstens Stau- oder Wetter-Infos liefern, und das auch nur mit der Vorlese-Funktion. Damit folgt das Gerät dem Trend zur Hands-off-Mentalität: Die Bedienung per Sprache statt mit der Hand fördert Multitasking in einer erweiterten, schnelllebigen Realität. lg

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