Verführungskünste eines Copywriters: Die 10 goldenen Regeln für viralen Content

Wer seine Leser in den Artikel locken will, sollte die goldenen Regeln für gute Performance im Web kennen. Mit diesen einfachen Erkenntnissen hat jeder Content das Potential für einen viralen Hit.

 

DoThisOrDie

Gähnende Textwüsten, durch die blinkende Strohballen aus Werbebannern wehen. So oder so ähnlich sieht es häufig auf Online-Magazinseiten aus. Wer allerdings seinen Traffic ankurbeln und den Leser dauerhaft an die Magazinmarke binden will, sollte sich die Nutzungsgewohnheiten vergegenwärtigen.

Gerade dann, wenn der Leser Zeit für längere Artikel hat, nutzt er bevorzugtMobilgeräte: Auf dem Weg zu Arbeit und nach Feierabend auf dem Sofa. Das sind auch Lesesituationen, in denen der Nutzer nichts Konkretes sucht, sondern sich von reizvollen Inhalten locken lässt. Dazu kommt der Informations-Overkill im Internet: Welche Inhalte wählt der Nutzer also schließlich, um mit Ihnen kostbare Freizeit zu verbringen?

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1. Wir lesen gerne Headlines, die eine Zahl beinhalten, uns direkt ansprechen, Ratgeberinhalte ankündigen und eine Frage beinhalten.

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2. Dabei springen wir auf Superlative an.

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3. Keep it (nicht unbedingt) short, aber unbedingt simple! Je klarer eine Headline die Inhalte vermittelt, desto besser. Dabei helfen Zahlen.

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4. Besonders weibliche Leser können sich der Magie einer Zahl in derHeadline nicht entziehen. Männer reagieren dafür stärker auf die direkte Ansprache.

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5. Gilt für Tweets und auch Headlines: Aktive Verben und Adverben regen zum Weiterlesen an.

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6. Die ultimative Headline-Formel: Zahl + Adjektiv + Keyword + Begründung + Versprechen

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7.  Wir befinden uns im Artikel. Aus Untersuchungen lernen wir: Viele Leserscrollen erst gar nicht. Die, die es tun, lesen rund 60-80% des Contents. Aber 100% der Leser interessieren sich für Foto- und Video-Content!

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8. Wer seine Leser zur Interaktion anregen will (über eine Kommentar- oder Sharingfunktion), muss sie zum Scrollen bringen. 65,7% des Engagements findet unterhalb der Fold statt.

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9. Der perfekte Artikel hat:

    • Social Media-Sharing Buttons
    • eine Kommentarfunktion
    • Zitate (möglichst visuell ansprechend aufbereitet)
    • Videos eingebettet
    • durchschnittlich 3,2 Bilder
    • durchschnittlich 9,96 Links
    • eine Headline von 50,7 Zeichen
    • eine nummerierte Liste
    • Ratgeber-Inhalte
    • Antworten auf drängende Fragen der Leser

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10. Veröffentliche den Content dann, wenn deine Zielgruppe online ist. Das ist meistens immer vor und nach der Arbeit, also auch am Wochenende. Das gilt auch für das Posten auf Social Networks.

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Wer will, nimmt sich heftig.co als Vorbild. Immerhin schaffen es die Potsdamer Traffictreiber, selten große Mengen an Lesern auf ihre Inhalte zu locken. Aber wie tuned heftig.co seinen Content viral?

1. Emotion ist der Schlüssel zum Erfolg.

2. Bei heftig.co werden Headlines 50-100 mal durchgetestet.*

3. So erreichen sie auf Facebook eine organische Reichweite von 50%.

4. Und gewinnen an manchen Tagen 12.000 Facebook-Fans dazu.

* Indem 50-100 verschiedene Varianten der Artikel online gestellt und den bestehenden Usern als related Content angezeigt werden. Die Version, die am meisten angeklickt wird, schafft es auf Facebook.

 

22. JULI 2014 erschienen auf KB Magazine

 

Sneak peak! 😍

Ein von aim’n (@aimnsportswear) gepostetes Foto am 24. Sep 2015 um 5:11 Uhr

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Ein Gedanke zu “Verführungskünste eines Copywriters: Die 10 goldenen Regeln für viralen Content

  1. „Was dann passiert ist einfach nur heftig!“
    Headlines suggerieren absolut nicht zu verpassende News und spannende Artikel. Zu gut grob geschätzten 80%, und das muss man in der Deutlichkeit so sagen, ist diese Einleitung der Garant für einen grauenhaften Artikel oder zumindest einem Artikel, den man getrost links liegen lassen könnte. Ich überfliege mittlerweile diese klickgeilen Überschriften. Aber sie funktionieren weiterhin. Der durchschnittliche Facebook Nutzer ist sofort gefangen und will unbedingt wissen, was dann „heftiges“ passiert. Die Klickzahlen von heftig.co sprechen für sich. Wenn sich jemand davon unterhalten fühlt, klar, teile es mit deinen Freunden, aber so wirklich faszinierend, das wirst du zugeben, ist das doch in den seltensten Fällen.

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