Keep it short & simple: 6 Regeln für Mikrocontent im Social Media-Marketing

Marken müssen auf Mikrocontent setzen, wollen sie im Social Web wahrgenommen werden. Einfache Tricks und Kniffe für die Produktion von kurzen Contents verrät die Social Media-Spezialistin Lisa Geiger.

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Bildcredit: VIKTOR HANACEK

So manches Millenial denkt bei „KISS“ wohl eher an Tarkan als an Marketing-Modelle. Vielleicht hat sich dank der Dudelei der eingängie Grundsatz „Keep it short and simple“ (kurz: KISS) unter Social Media-Spezialisten durchgesetzt. Er gilt überall dort im Web, wo Content vor allem mobil konsumiert wird. Wenig Zeit, wenig Platz und Aufmerksamkeit als Währung: Marketeers wissen, wie sie ihre Fische fischen. Nämlich mit Mikrocontent.

Maximal 15 Sekunden dauert ein Video auf Instagram. Von vielen Expertenals der nächste heiße Scheiß im Social Web erkannt, wird die mobile-only Foto-Sharing-App als Tool für Branded Visual Storytelling genutzt. Die Zeitbegrenzung von 15 Sekunden steht beispielhaft für radikal schnelllebige Nutzungsgewohnheiten. Auch Facebook folgt dem Video-Trend und gewährt seinen direkt eingebundenen Videos starke Reichweiten.

 

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Wie können Marken diese Trends für Branding und andere Unternehmensziele nutzen?

 

1. Be there and be square

Wenn wir als Marketeers die sozialen Netzwerke nutzen, müssen wir uns an die vorgegebenen Formate halten. So simpel das klingt – viele Unternehmen lassen ihren händeschüttelnden Stockfoto-Menschen noch von Twitter den Kopf abschneiden.

2. Mind the Brandfit

Sixt und Blush machen es vor, aber nicht jede Marke sollte jedes Trending Topic aufgreifen, um ins Gespräch zu kommen. Denn nicht immer hat das Thema einen Anknüpfungspunkt an die Marken-Assets.

3. Mach was mit Mehrwert

Was ist ein echter Mehrwert? Ein Foto von einer lustigen Katze oder die Verlosung eines iPads vielleicht nicht unbedingt, siehe -> Brandfit. Partizipation, passende Incentives oder ein besonders hohes Service-Level sind dagegen gute Gründe, eine Marke im Social Web mit einem Like zu belohnen. Auch im Kleinen kann man klotzen: Mikrocontent kann lehrreich oder lustig sein. Allerdings niemals langwierig oder -weilig.

4. Heute im Angebot: Content to go

In der Kürze liegt die Würze. An der Kasse im Supermarkt, im Bus oder beim Fernsehen: Mikrocontent wird im Vorbeigehen konsumiert und sollte reflexartig zur Interaktion anregen. Deshalb ist auch der Posting-Zeitpunkt relevant. Ein Rezeptvorschlag wäre möglicherweise abends nach Feierabend sinnvoll, das „Start-in-den-Tag-Zitat“ wahrscheinlich etwas früher.

5. A little less explanation

Nach der Definition von Jakob Nielsen muss Mikrocontent für sich allein stehen können und braucht keine Erklärung. Diese Erkenntnis geht davon aus, dass einzelne Bilder wie Memes oder viraler Content im Netz wieder und wieder geteilt werden, bis der Absender unklar und teilweise völlig irrelevant ist. Für Marken heißt das: Mikrocontent muss selbsterklärend sein. Aber gerade wegen der gewünschten Sharing-Effekte ist das Branding (zumindest in Form eines Logos) ein Muss.

6. Think mobile

Eigentlich versteht sich von selbst, dass wir Content heute unbedingt auf mobile Lesbarkeit optimieren. Das heißt, das Bild oder Video sollte nicht zu kleinteilig sein und die Schrift darauf auch mobil noch lesbar.

 

Mikrocontent kann so einfach sein:

 

Kennt ihr weitere gute Mikrocontent-Beispiele?

17. NOVEMBER 2014 erschienen auf KB Magazine

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